Es schneit nicht, es gibt kein' Regen...
Kein Graupel, keinen Sturm von Sand,
Keine brütend heiße Sonn' brennt deinem Haupt entgegen.
Kein Nebel trübt die Sicht!
Bloß, hört man hier von jedermann:
Ein Wetter? Das habn wir nicht!
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| Philosophers path (danke) |
Es war einmal ein Junge mit einem schwierigen Charakter. Er war aufbrausend, und ständig stritt er mit anderen, oft um Kleinigkeiten.
Eines Tages gab ihm sein Vater einen Beutel mit Nägeln mit folgendem Auftrag: Jedes Mal, wenn er wütend wird, die Geduld verliert oder streitet, solle er einen Nagel in den Gartenzaun schlagen. Am ersten Tag schlug der Junge 17 Nägel in den Zaun. Doch in den folgenden Wochen wurden die Nägel, die er einschlagen musste, nach und nach weniger. Er war zu der Einsicht gekommen, dass es einfacher war, sich zu beherrschen, als ständig Nägel einzuschlagen.
Schließlich kam der Tag, an dem er keinen einzigen Nagel mehr in den Zaun schlug. Er ging zu seinem Vater und erzählte es ihm.
Der lobte ihn und bat ihn, nun an jedem Tag einen Nagel wieder herauszuziehen, an dem es ihm wieder gelang, sein Temperament zu zügeln.
Viele Tage vergingen, denn es steckten ja viele Nägel im Zaun. Aber dann war es geschafft und der Sohn konnte seinem Vater berichten, dass alle Nägel aus dem Zaun entfernt seien.
Bedächtig ging der Vater mit dem Sohn zum Zaun und sagte zu ihm: „Mein Sohn, du hast dich in den letzten Wochen sehr gut benommen. Aber schau, wie viele Löcher du in dem Zaun hinterlassen hast. Er wird nie mehr der gleiche sein.
Jedes Mal, wenn du Streit mit jemandem hast und ihn beleidigst, bleiben Wunden zurück – wie diese Löcher im Zaun. Und diese Wunden, die du durch Worte verursachst, tun genauso weh wie körperliche Wunden.
Ganz egal, wie oft du dich entschuldigst, die Wunden werden bleiben. Sei also in deinem weiteren Leben sehr achtsam mit deinen Worten, denn nur wenige Menschen sind in der Lage, dir wirklich aus tiefstem Herzen und voller Liebe zu verzeihen, sodass Heilung für euch beide geschehen kann.“
So gingen sie zum Haus zurück und als Erinnerung an die Worte seines Vaters trug der Sohn stets einen kleinen Nagel bei sich, den er in besonders schwierigen Situationen liebevoll mit der Hand umschloss, und so gelang es ihm, mit allen Menschen friedvoll umzugehen.
(unbekannter Autor)
Überarbeitet, Quelle: http://goo.gl/esj9M5
Adalbert Stifter: “Jede Gabe ist ein Geschenk Gottes, der Charakter aber ein Produkt der eigenen Seele, weshalb Gaben entzücken, Charaktere aber geliebt werden.“
Mein Heilpraktiker hat mir mal gesagt, die richtige Freiheit könne man nur in der Bindung erleben. Ist das nicht ein Widerspruch? Wie kann das sein?
Aber ist es wirklich die absolute Freiheit, wenn man tun und lassen kann wann und wo man immer will, ganz unabhängig von anderen Menschen? Ist man dann nicht gewissermaßen Untertan seiner selbst, vielleicht getrieben? Man steht ständig in seiner eigenen Verantwortung ohne gebunden zu sein an andere Menschen.
Wenn ich mich so zurückerinnere, dann waren es tatsächlich die Zeiten starker Bindung, wo ich mich am freisten gefühlt habe. Als Kind ist man abhängig und gebunden wie wohl zu keiner Zeit im Leben danach – und gerade da hatte ich das Gefühl, alles machen zu können, unbekümmert, behütet. Vielleicht ist völlig frei sein und sich völlig frei fühlen Zweierlei? Und später in der Partnerschaft habe ich ein intensives – wenn auch anders begründetes – Gefühl der Freiheit und innerer Entspannung erlebt.
An der Psychologie habe ich Aufnahmen gesehen von Affenmutter und -baby. Das Affenbaby hat sich an die Mutter geschmiegt und nach einer gewissen Zeit hat es den Raum erforscht (exploriert). Dann kam der Zeitpunkt, wo es wieder zur Mutter lief und sich an sie klammerte, Sicherheit suchte (also Bindungsstreben). So ging das immer dahin. Ohne Mutter aber, ohne deren Sicherheit, saß es in einer Ecke und hatte nur Angst.
Bindung scheint so eine Art Energie und Mut in uns zu entfachen, um gelassen die Freiheit zu erleben.
Ich glaube, dass wenn ein Mensch tiefen Glauben an Gott erlangt und damit Vertrauen, genauso diese Freiheit und Leichtigkeit erleben kann.
Weitere Stichworte dazu:
* Bindung der Gegensätze. Etwas scherzhaft gemeint: “ Gegensätze ziehen sich an, bis sie merken, dass sie sich abstoßen.“
* Geringste Bindung: egal, Gleichgültigkeit - dazu Reis-Experiment von Emoto mit drei Gläsern: Dummkopf, Dankbarkeit und Ignoration (selbst zu prüfen)