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Samstag, 16. Juni 2007

Die Zeit ist wie ein Ozean

Die Zeit
Ist wie ein Ozean
Und die Flüsse
Sind wie die Ruhe,
Die ihn speist.
Und mögen Winde brausen
Die Tiefe bleibt doch still,
Weil sie nicht die fremden,
Sondern eigne Wege will.

Was ist das Geheimnis der Zeit?
Wieso haben so viele Leute heute so wenig Zeit? Haben sie wirklich wenig Zeit?
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Es wäre gut, wenn die Zeit konservierbar wäre und ich hätte mir früher schon einige Dosen vorbereitet, um sie heute öffnen zu können. Denn nun ist der Zeitpunkt gekommen, da Zeit Mangelware geworden ist.
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Die Zeit weicht in viele Richtungen. Aber wichtig ist nur, dass ich meinen ruhenden Mittelpunkt im Zeitenwirbel bewahre.
[Das Bild stammt von Odette Schirmer]

Donnerstag, 14. Februar 2002

Die Nacht ist nicht zum Wachen da ...

Die Zeit, sie ist vorangeschritten.
Nun will ich dich zur Ruhe bitten.

Schließlich bewegen wir uns nur in kleinen Schritten
und geh'n zu Fuß, sind nicht beritten.

Ein Reiter sieht auch nicht die Blume blüh'n,
reitet vorbei mit großem Tempo, kühn.

Er kommt schnell ans Ziel,
und hat dennoch nichts vom Ritt.
Der aufmerksame Wanderer sieht viel,
auch vom Land, das er duchschritt.

Der Mensch, er ist ein Sonnenwesen,
das ist er immer schon gewesen.

Etwas schaffen ist ihm eine Wonne -
besonders unter Gottes Sonne.

Und so soll er nicht die Nacht zum Tage machen,
soll wo alles ruht, nicht wachen.

Denn mit jeder Stunde Nacht
ist ein Teil des Tags verwacht.

Nun gönne deiner Seele Ruh'
und mache deine Augen zu.

14. Februar 2002
http://m.gasperl.at/poesie/nacht.htm