Samstag, 16. Juni 2007

Die Zeit ist wie ein Ozean

Die Zeit
Ist wie ein Ozean
Und die Flüsse
Sind wie die Ruhe,
Die ihn speist.
Und mögen Winde brausen
Die Tiefe bleibt doch still,
Weil sie nicht die fremden,
Sondern eigne Wege will.

Was ist das Geheimnis der Zeit?
Wieso haben so viele Leute heute so wenig Zeit? Haben sie wirklich wenig Zeit?
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Es wäre gut, wenn die Zeit konservierbar wäre und ich hätte mir früher schon einige Dosen vorbereitet, um sie heute öffnen zu können. Denn nun ist der Zeitpunkt gekommen, da Zeit Mangelware geworden ist.
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Die Zeit weicht in viele Richtungen. Aber wichtig ist nur, dass ich meinen ruhenden Mittelpunkt im Zeitenwirbel bewahre.
[Das Bild stammt von Odette Schirmer]

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zeit ist wie ein Boot

Morgens, es ist noch dunkel. Der erste Frost.
Selbst die Stille schläft. Der eisige Hauch der puderweichen Kristalle atmet tief. Die letzten Blätter schillern laubig sanft, als seihen sie geschmückt mit Diamanten. Ein inneres Lächeln und winken. Alles hatte Zeit.
Die Stille knackte leis. Sie reckelt sich lautlos und dreht sich auf ihrem Kissen. Das löst sich unhörbar ein Blatt. Es hatte Zeit. So schwebte es nach rechts und schwebte nach links. Es greiselte wie die wolligen Träume der Stille am eisigen Morgen. Es sieht aus wie ein schwebendes Boot beladen mit Diamanten. Diamanten der Zeit.
Im noch müden Geiste schrieb es eine Musik ins Nichts und verlor dabei scheinbar kein Stäubchen Schnee. Fast lautlos setzt es auf dem gefrorenen Boden auf. Und nun spielten beide. Sie nahmen sich die Zeit.





Konsevierungsvorschlag

Luna hat gesagt…

Die Sehnsucht fliegt ins Weite

Nur ein klares herzliches Wasser in deinem Blick
Ein Lachen wie zwei springende Tropfen
Eine Umarmung wie zwei neigend Bäume
Warum hast auch du es nicht verstanden?
Du hattest auch keine Zeit.
Was war so schwer?
Ich reichte dir die Hand.
Leb wohl das ist nicht was ich suchte.
Luna an GO

Anonym hat gesagt…

Abschied eines Freundes

Liebe und zarte Wärme, wie flammende Reifen
Augenblick seelig, wie ewiges Schweifen
Gott schwebet friedlich auf dem Wasser webend
Feuchter Nebel steigt auf, Hände sanft lebend
Lebendig Gesegnete in all mein Gedanken
Erfüllen den Geist in Sanftheit bedanken
Erfüllen den Geist, wie das Wasser das Meer
Gesegnet geschaffen, ohne Zeit ist es schwer
Hab solch Sehnsucht, deine Stimme nicht hör`
Ruhet die Stille vor meiner Tür
In Gedanken nur hör ich dein Klopfen leise
Es fehlt mir dein Blick, als der Seele lebendige Speise
Offene Augen gewahr, aus dem Strome geboren
Hab dein Stimme im Garten verloren
Bin so seelig ewig nur im Wald
Lieb aller Bäume war nie kalt
Hattest nie Zeit leider für mich
Verlorener Freund, ich brannte für dich
Der Herr nun unser Band löse
Andere bedürfen dir mehr, bin dir nicht böse
Gesegnetes Kind und dies ist mein Wille
Immer direkt vor dir sei eine Stille
Mögen die Zweige über dir ausbreiten eine Decke
Lautloser Wasserfall hinter dir, schlafend Reh nie wecke
Geborgenheit umhülle dich wie ein hohler Baum
Im Innern sollst dich bewegen, wie in einem Traum
Fülle er dein Leben , wie die Wasser die See
Der Boden sei Festigkeit des Glaubens, wie knirschend Schnee
Schenke dir diesen duftend atmend Zweig lose
Geschmückt mit Tau sei dein Weg voller Moose
Leb wohl

Und dies nur zum Rat:
“Man erwirbt sie nicht, die innere Liebe
durch das Schaffen von Werken. Man bekommt sie geschenkt.
Und manchmal auch vom Gegenüber.“